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Technologie zur Größenreduzierung - Interview: „Digitalisierung schafft hohe Transparenz“

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Burkhard Vogel, Geschäftsführer von Getecha, über Industrie 4.0 in der Granuliertechnologie In vielen Bereichen der kunststoffverarbeitenden Industrie schreitet die produktionsbezogene Integration der Granulationstechnologie in Spritzguss-, Extrusions-, Blasform- und Tiefziehlinien rasant voran. Der Granulatorhersteller Getecha hat frühzeitig auf diesen Trend reagiert und stattet nun die Trichter- und Zufuhrgranulatoren seiner „RotoSchneider“ -Serie mit zahlreichen intelligenten Funktionen nach Industrie 4.0-Kriterien aus. Geschäftsführer Burkhard Vogel erklärt in einem Interview, worauf es ankommt.

Herr Vogel, wie wichtig ist die Ausstattung von Getecha-Granulatoren mit Industrie 4.0-Funktionen für Ihre Entwicklungsingenieure? Burkhard Vogel: Neben dem kontinuierlichen Innovationsprozess zur Optimierung der zentralen Leistungskomponenten für die Rotoren, die Schneidkammer sowie die Ein- und Ausgabesysteme hat die Entwicklung nützlicher Industrie 4.0-Funktionen für unsere Granulatoren gewonnen enorm wichtig, vor allem in den letzten drei bis vier Jahren. Dies gilt sowohl für die Serien mit den kleinen und kompakten neben der Pressgranulatorserie als auch für die großen Zentralgranulatoren und die Zuführgranulatoren. Was ist Ihrer Meinung nach der entscheidende Faktor hier? Vogel: Ob Sie die Automobilindustrie und ihre Zulieferer, die Herstellung von Verpackungsmaterialien oder den großen Sektor der Konsumgüter betrachten - in allen Branchen treibt der Wunsch nach weiterer Automatisierung die Digitalisierung von Produktionsprozessen voran. Die Realisierung von Strukturen nach den Standards von Industrie 4.0 hört nicht bei den Bereichen Materialkonditionierung und Granulationstechnik auf. Unsere Ingenieure haben dies vor einigen Jahren erkannt, so dass wir in diesem Bereich bereits ein beachtliches Know-how aufbauen konnten und unsere RotoSchneider-Granulatoren nun mit einer Reihe intelligenter Informations- und Kommunikationsfunktionen ausstatten können.

Sind diese Industrie 4.0-Funktionen mittlerweile Teil der Standardausstattung von Granulatoren? Vogel: Nicht in allen Fällen. Die Industrie 4.0-Funktionalität rückt nur dann in den Fokus eines Kunden, wenn er die Granulationstechnologie in seine hauptsächlich automatisierten Prozesse der Kunststoffverarbeitung integrieren möchte. In diesem Fall spielt die Integration der Informations- und Kommunikationstechnologie der Granulatoren in die produktionstechnische Infrastruktur eine zentrale Rolle, damit deren Effizienz und Verfügbarkeit auch auf digitaler Ebene sichergestellt werden kann. Können Sie diesen Aspekt genauer beschreiben? Vogel: Stellen Sie sich einen Kunststoffverarbeiter vor, der einen oder sogar mehrere unserer zentralen Granulatoren oder Granulatoren neben der Presse mit Förderbändern, Kippvorrichtungen, Tankstellen und anderen Peripheriesystemen in seinen Materialfluss und seine automatisierten Produktionsprozesse integrieren möchte um ressourcenschonende Rückstände und Abfälle über einen Recyclingkreislauf in die Produktion zurückzuführen. . Als Teil eines solchen Projekts können verschiedene Industrie 4.0-Funktionen in unseren Granulatoren wertvolle Dienste leisten. Dies liegt daran, dass es nicht nur die kontinuierliche Systemoptimierung unterstützt, sondern auch der Qualitätssicherung dient, eine prozessbegleitende Überwachung ermöglicht und die Verfügbarkeit einer Produktionslinie erheblich verbessern kann. Mit welchen Industrie 4.0-Funktionen sollte ein Granulator auf jeden Fall ausgestattet sein? Vogel: Dies wird basierend auf den konkreten Anforderungen eines Projekts und den Zielen des Kunden entschieden. Viele Dinge sind jetzt machbar, weil wir zahlreiche Möglichkeiten der modernen Sensor- und Schnittstellentechnologie sowie eine Reihe etablierter Feldbussysteme nutzen. Auf diese Weise können viele wichtige Prozess- und Maschinendaten abgerufen, dokumentiert, verarbeitet, visualisiert und ausgewertet werden. Haben Sie ein anschauliches Beispiel dafür? Vogel: Wenn der Signalaustausch zwischen Granulator und Produktionslinie konfiguriert ist, können alle Status, Aktionen und Fehlerereignisse aufgezeichnet und zugewiesen werden. Auf dieser Grundlage können kritische Situationen mit definierten Warnstufen an das übergeordnete Produktionskontrollsystem gemeldet werden, das dann frühzeitig geeignete Gegen- und Korrekturmaßnahmen einleitet. Darüber hinaus ist es möglich, alle produktionsrelevanten Leistungsparameter und Materialkennzahlen eines Granulators - wie den Durchsatz oder die Qualität des Grundmaterials - aufzuzeichnen und an die Betriebsdaten einer Erfassung oder eines Systems der Hauptdiagnosekategorie zu senden - Tems des Kunststoffverarbeiters zur weiteren Bewertung. Dies gilt auch für die Laufzeiten, den Energieverbrauch, Leistungsspitzen und viele andere Parameter aus dem Betrieb der Granulatoren. Wir können auch veranlassen, dass alle Systemnachrichten an den Host-Computer übermittelt und dort zur Analyse und Dokumentation archiviert werden. . Dies schafft maximale Transparenz über die Leistung eines automatisierten Systems. Der Anlagenbetreiber erhält also auch Daten zur Umsetzung wichtiger Prozess- und Qualitätsverbesserungen? Vogel: Richtig. Nicht zuletzt, weil ein Teil des über den Signalaustausch zwischen Produktionslinie und Granulieranlage verarbeiteten Datenmaterials auch für Industrie 4.0-Funktionen zur Verfügung steht, die eine sogenannte Predictive Monitoring ermöglichen und die Anlagenverfügbarkeit erhöhen. Beispielsweise kann ein Großteil der gesammelten Informationen für die vorausschauende Wartung vorbereitet und dann vom Getecha-Fernwartungstool abgerufen werden. Zu diesem Zweck können die Granulatoren verknüpft und in die MRO-Infrastruktur des Kunden integriert werden. Das daraus gewonnene Wissen fließt auch in den Fehlerbehebungskatalog des integrierten „Handbuchs“ der Getecha-Granulatoren ein. Das Hauptsteuersystem der Produktionsmaschine kann diese Informationen dann dem Bediener anzeigen. An welchen spezifischen Industrie 4.0-Projekten arbeitet Getecha derzeit? Vogel: Nun, das sind laufende Projekte mit Kunden, und ich kann nicht zu viel über sie verraten. Aber ich kann Ihnen sagen, ob es sich nun um Getecha-Granulatoren mit Industrie 4.0-Funktionen handelt, ob es sich um Abfälle aus der Extrusion von dicken Polypropylenfolien, fehlerhafte Teile aus dem Tiefziehen von Kaffeekapseln oder Kantenverkleidungen aus der Filmherstellung handelt ein fester Bestandteil der Produktionslinien. Die Digitalisierung - neben der Auswahl der geeigneten Rotoren, Antriebe, Trichter und vieler anderer Komponenten - ist heute ein wesentlicher Faktor für das kundenorientierte Design unserer Granulatoren. . Wir gehen davon aus, dass dieses Thema auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird

KEPT MACHINE ist ein professioneller Lieferant für Produktionslinien im Bereich der Kunststoffextrusionsindustrie.

Wir helfen der Fabrik des Kunden, die Produktion und das Produkt des PVC-Extruders zu verbessern.


Beitragszeit: 2021-03-04